Als virtuelle Welt oder Virtual World (engl.), kurz VW, wird eine Welt bezeichnet, welche zumeist über den Computer und das Internet betreten werden kann. Als wichtiges Merkmal ist hier die simultane Partizipation mehrerer Nutzer kennzeichnend, die sich unabhängig voneinander im virtuellen Raum bewegen können.

Die Intensität der Interaktion ist durch die jeweilige Ausprägung der Virtuellen Welt bedingt. Diese reicht von rein textbasierten Anwendungen bis hin zu komplexen, hochauflösenden, dreidimensionalen Umgebungen.

Die dargestellte dreidimensionale Computergrafik wird durch die Zeit als vierte Dimension ergänzt. Hierbei muss zwischen persistenten und nicht persistenten Welten unterschieden werden. Persistente Welten existieren fortlaufend, unabhängig davon, ob diese jemand benutzt oder nicht. Sämtliche Positionen von Personen und Objekten im virtuellen Raum werden zusammen mit den jeweiligen Eigentumsrechten abgespeichert. Die Positionen in der virtuellen Welt können durch Koordinaten (x,y,z) beschrieben und in ihrer Eigenschaft als eindeutig betrachtet werden. Nicht persistente Virtuelle Welten hingegen werden zu ihrer Laufzeit generiert und nach Verwendung wieder verworfen. Eine weitere Differenzierung muss hinsichtlich der Thematik vorgenommen werden. Diese erstreckt sich von Virtuellen Welten mit Spielecharakter über Soziale Welten bis hin zu sogenannten Virtual Globe Tools.

Alle dreidimensionalen Welten unterliegen bestimmten physikalischen, sozialen und biologischen Gesetzen, die vom Erfinder, Designer oder Entwickler festgelegt werden. Hierbei wird häufig zu den eigens definierten Gesetzmäßigkeiten der realen Welt zurückgegriffen, um dem Benutzer eine intuitive Bedienung der Welt zu ermöglichen und ihm den Einstieg in dieses relativ neue Medium zu erleichtern.

Eine virtuelle Welt ist in der Regel Software-basiert, und es liegt entweder eine Client-Server- oder eine Peer-to-Peer-Architektur zugrunde. Der Benutzer interagiert mittels eines Avatars mit der virtuellen Welt.